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Tut Pferden eine Gerte weh?

Hallo Muffin, ich darf seit Weihnachten in die Reitschule gehen. Dort habe ich auch ein Lieblingspferd, den Blacky. Mein Reitlehrer möchte, dass ich Blacky mit der Gerte reite. Ich möchte ihm aber nicht wehtun. Muss man unbedingt mit Gerte reiten?"

Ida aus München, 9 Jahre


Hallo Ida,

viele denken, dass eine Gerte uns Pferden weh tut. Wenn du sie dazu benutzt um uns zu schlagen, dann stimmt das auch. Und dann bekommen wir auch Angst vor der Gerte. Aber eigentlich soll eine Gerte ja ein Hilfsmittel sein. Sie dient nämlich dazu deine Schenkelhilfe zu unterstützen.

 

Wenn Blacky zum Beispiel mal ein bisschen bummelt, unaufmerksam ist oder dich vielleicht sogar mutwillig ignoriert, dann ist die Gerte sozusagen dein Meinungsverstärker und Wachmacher.

Wenn du fair mit deiner Gerte umgehst, dann nimmt dir Blacky den Gerteneinsatz auch nicht übel.

Dafür nimmt er dich aber ernst.

 

Denke bei einer Gerte auf keinen Fall an ein Schlaginstrument! Denke an einen Taktstock!

Mit diesem Taktstock tippst du im Rhythmus, impulsartig an den Pferdebauch (hinter deinem Schenkel).

Wichtig ist, dass du die Gerte nur benutzt, wenn du zuvor eine Schenkelhilfe gegeben hast und dein Pferd darauf nicht reagiert. Dann beginne leicht und verstärke solange - immer nur ein kleines bisschen mehr - bis Blacky reagiert. Sobald er reagiert musst du aber auch sofort(!) aufhören und ihn mit deiner Stimme loben!

Denn da Ziel ist ja, dass du die Gerte irgendwann gar nicht mehr brauchst, sondern Blacky gleich auf deine Schenkelhilfe reagiert.

 

Tipp: Du kannst ja mal selbst ausprobieren wie sich eine Gerte anfühlt. Tippe dir einfach ans Bein! Erst leicht, dann immer stärker. Du merkst sehr schnell wie doll du dein Pferd antippen kannst, ohne das es weh tut. Solange es dir nicht weh tut, tut es auch deinem Blacky nicht weh.  


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