Alles über die verschiedenen Reitweisen

Indianische oder Natürliche Reitweise

Freies Reiten
Freies Reiten

Die Indianische Reitweise ist mehr als nur eine Art zu reiten. Es ist eine Lebenseinstellung, geprägt vom Respekt gegenüber unserer Erde und der Schöpfung. Die Anhänger dieser Reitweise nehmen sich ein Vorbild an den Naturvölkern dieser Erde, die sich nicht als Krone, sondern als Teil der Schöpfung sehen und sich mit allem verbunden fühlen.

Auch in ihrem Pferd sehen sie einen gleichberechtigten Partner, der ihnen hilft zu einer ursprünglicheren und natürlicheren Lebensweise zurückzufinden. Sie sehen in ihm ebenso einen Spiegel, der ihnen ihre menschlichen Schwächen aufzeigt und ihnen so dabei hilft ein besserer Mensch zu werden.

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Gangpferdereiten

Die Besonderheit der Gangpferderassen: Tölt (oben) und Renpass (unten)
Die Besonderheit der Gangpferderassen: Tölt (oben) und Renpass (unten)

Gangpferdereiten

Hier geht es mehr um eine Gangart, als um eine Reitweise. Denn Gangpferde verfügen neben Schritt, Trab und Galopp noch über weitere Gangarten. Bei uns wirst du wohl in der Regel Islandpferde antreffen, da diese am meisten verbreitet sind. Bekannt wurden Islandpferde bei uns durch den Film "Dick und Dalli und die Ponys", den du bestimmt auch schon gesehen hast. Doch es gibt zahlreiche andere Gangpferderassen, die aus den unterschiedlichsten Ländern kommen.

Allen gemein ist die Gangart Tölt. Mit einem Rhythmus den du am besten mit "Tacke-Tacka-Tacke-Tacka" beschreiben kannst, ist Tölt eine Gangart ohne Schwebephase die du von Schritt bis Galopptempo reiten kannst. Tölt ist aber, wie der Schritt, völlig erschütterungsfrei und daher sogar für Reiter mit Bandscheibenleiden geeignet.

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Westernreiten

Reiningpferd im Spin.
Reiningpferd im Spin.

Die Westerreitweise

Westernreiten wird bei uns immer beliebter. Coole Typen, gelassene Pferde und ein bisschen Wildwest-Feeling ziehen immer mehr Pferdefreunde in ihren Bann. Und auch im Westernreiten kannst du an Turnieren teilnehmen: Neben rasanten Reiningprüfungen, der eher ruhigen Pleasure und Geschicklichkeitsprüfungen wie dem Trail, gibt es zahlreiche weitere Disziplinen, die für jeden etwas zu bieten haben.

Ein Westernpferd sollte auf minimale Signale des Reiters blitzschnell reagieren und außerdem weitgehend selbständig arbeiten. In der Grundausbildung wird noch mit beiden Händen geritten. Später, wenn Pferd und Reiter ein bestimmtes Niveau erreicht haben, werden die Zügel nur noch einhändig geführt. 

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Dual-Aktivierung

Die Dual-Aktivierung ist ein Ausbildungssystem nach Michael Geitner, dass die Vernetzung der linken und rechten Gehirnhälfte des Pferdes verbessern soll. Bie Pferden funktioniert die Kommunikation zwischen beiden Gehirnhälften weit weniger gut als beim Menschen. Wenn aber die Funktion beider Gehirnhälften ausgewogen ist, kann dies dem Pferd dabei helfen Gemütszustand, Gesundheitszustand, Körpergefühl und Leistungsfähigkeit zu verbessern.

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Klassisch-barocke Reitweise und Akademische Reitkunst

Lipizzaner in der Levade
Lipizzaner in der Levade

Die Klassisch-barocke oder Akademische Reitkunst

Vielleicht hast du diese Reitweise schon in so mancher Pferdeshow bewundert: Wunderschöne edle Pferde mit langen wallenden Mähne und Reitern in prachtvollen Gewändern. Scheinbar mühelos scheinen die Pferde mit ihren nahezu perfekt sitzenden Reitern durch die Bahn zu tanzen und vollbringen schwerste Lektionen und sogar Sprünge über der Erde mit unglaublicher Anmut und Leichtigkeit. Doch diese Art zu Reiten bringt, von der jahrelangen Ausbildung einmal abgesehen, weitaus mehr mit sich, als du auf vielleicht den ersten Blick denkst.

Pferdefreunde die sich für diese Art zu Reiten entscheiden, habe nur selten Interesse am Sport. Für sie ist das Reiten eine Kunstform, bei der sich der Mensch als ständig Lernender sieht und die Reiterei bis ins kleinste Detail verstehen will. Die Ausbildung soll die besten Eigenschaften eines Pferdes fördern und es schöner und stolzer machen.

Die Klassiker, wie diese Reiter auch gerne genannt werden, interessieren sich nicht nur für die korrekte Ausführung einer Lektion, sondern auch für deren Ursprung und ihren gymnastizierender Wert. Nicht nur das "Wie" einer Lektion ist entscheidend, sondern vor allen Dingen auch das "Warum". 

Die meisten dieser Reiter haben sehr viele Bücher gelesen und kennen sich mit der Geschichte der Reiterei, der Reitkultur und den Lehren alter Reitmeister bestens aus. Ihr Wissensdurst ist kaum zu stillen und ihr theoretisches Wissen über die Reiterei und die Ausbildung von Pferden wird mit den Jahren immer größer. Sie leben nach dem Motto: Je mehr du über das Reiten weißt, umso mehr wirst du merken, was du noch nicht weißt und noch studieren möchtest.

Auch wenn bestimmte Rassen eindeutig bevorzugt werden, so kann jedes Pferd nach klassischen Grundsätzen ausgebildet werden und wird davon immer profitieren.

Disziplinen: Dressur, Klassische Handarbeit, Arbeit am Langzügel, Schule über der Erde und Arbeit in den Pilaren

Besondere Merkmale: Reiter interessieren sich sehr für die Hintergründe der klassischen Reitlehre, Prachtvolle barocke oder iberische Kostüme bei Vorführungen, Reiten im Damensattel

Typische Rassen: Friesen, Andalusier und Pura Raza Espagnola (PRE), Knabstrupper, Lusitanos, Lipizzaner, Frederiksborger und andere sogenannte Barockrassen.

Ausrüstung: Dressursattel (Englischer Stil), Spanische oder Portugiesische Sättel, Barocke Sättel, Englische Zäume, Damensättel, Spanische Zäume oder Prachtvolle Zäume (vorwiegend in Shows)

 

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Streckenreiten: Wanderreiten & Distanzritte

Liebst du es draußen in der Natur zu sein, willst du ständig wissen, was für Reitwege sich hinter dem nächsten Hügel verbergen und kannst du jedem Wetter und jeder Temperatur etwas abgewinnen? Dann könntest du hier dein Glück finden. Strenggenommen handelt es sich allerdings nicht um eine Reitweise, denn beides kann sowohl im Westernsattel als auch im Englischsattel ausgeübt werden. Die Rede ist vom Wander- und Distanzreiten.

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Englische oder Konventionelle Reitweise

Die Disziplinen der Englischen Reitweise: Dressur, Springen und Vielseitigkeit.

Die Konventionelle oder Englische Reitweise

Dies ist die Reitweise, die bei uns in den meisten Reitschulen gelehrt wird. Ihren Ursprung hat die konventionelle Reitweise in der Kavallerie des 19. Jahrhunderts. Dadurch das früher nur Kavallerie-Offiziere an Sportveranstaltungen teilgenommen haben, hatten die Ausbildungsrichtlinien der Kavallerie einen großen Einfluss auf die heutige Sportreiterei. Die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) beruft sich auch jetzt noch auf die Heeresdienstvorschrift. Merkmale dieser Reitweise sind beispielsweise die beständige Anlehnung, also die weiche(!) Zügelverbindung, sowie das Einrahmen des Pferdes zwischen Gewichts-, Schenkel- und Zügelhilfen. Die Ausbildung des Pferdes erfolgt nach einem System, dass als Ausbildungsskala bezeichnet wird. Die Teilnahme an Turnieren ist für viele Reiter das Tüpfelchen auf dem i. 

Zu den typischen Disziplinen gehören Dressur, Springen und Vielseitigkeit. Aber auch Renn- und Jagdreiten gehören strenggenommen zur Englischen Reitweise dazu.

Pferderassen die du in dieser Reitweise überwiegend antriffst sind sportliche Warmblüter und Reitponys, die speziell für den Einsatz in einer der Disziplinen gezüchtet werden.

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